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Ratgeber: Auto online verkaufen

Wer sein Auto über Gebrauchtwagen-Onlineportale verkaufen möchte, sollte einige Dinge beachten.

Bevor man Bilder für ein Inserat aufnimmt, steht erst einmal eine gründliche Reinigung des Fahrzeugs an. (Foto: SPX)

Bevor man Bilder für ein Inserat aufnimmt, steht erst einmal eine gründliche Reinigung des Fahrzeugs an. (Foto: SPX)

Langsam wird Deutschland nach den Corona-Beschränkungen wieder mobil. Auch Autokäufe und -verkäufe stehen an. Wer sich von seinem Fahrzeug trennen möchte, und dies über die Gebrauchtwagen-Internetportale versucht, sollte ein paar Tipps beherzigen.

Inserat

Damit das Inserat über die Suchfunktion der Online-Plattform gut gefunden werden kann, ist es wichtig, viele Details zum Fahrzeug zu veröffentlichen. Die meisten davon finden sich im Fahrzeugschein, Ausstattungsdetails findet man im eigenen Kaufvertrag. Einige Internetplattformen erkennen zudem automatisch viele Ausstattungs- und Antriebsmerkmale sowie Daten zum Verbrauch über die Eingabe der Schlüsselnummer oder die Marken-Modell-Auswahl.

Informationen wie Kilometerstand, Farbe oder Preis trägt der Verkäufer ebenfalls ein. Weitere Merkmale des Fahrzeugs – „neue Winterreifen vorhanden“, „Nichtraucherfahrzeug“ - kann man meist in einem Kommentarfeld frei beschreiben, dabei sollte man einfach formulieren und auf Abkürzungen verzichten. Auch Mängel sollten hier aufgeführt werden. Dabei am besten ehrlich bleiben, so kann man viel späteren Ärger vermeiden.

Besonders wichtig ist die Angabe der letzten Haupt- und Abgasuntersuchung. Ist sie schon länger her, lohnt es sich, vor dem Verkauf bei TÜV, Dekra, KÜS und Co. vorbei zu schauen. Eine frische Plakette hat die Wirkung eines Qualitätssiegels. Mit ihr lässt sich möglicherweise ein höherer Preis erzielen.

Preisfrage

Zu teuer? Zu billig? Welchen Preis der Verkäufer verlangen kann, lässt sich im Vergleich mit anderen, ähnlichen Fahrzeugenermitteln, die ebenfalls auf den Plattformen inseriert sind. Weil die meisten Käufer beim Gespräch vor Ort noch einen Rabatt erwarten, setzt man den Preis etwas höher an als den Wunscherlös.

Passende Bilder

Inserate mit Bildern erreichen die höchsten Klickzahlen und steigern die Verkaufschancen. Das perfekte Foto entsteht bei Tageslicht, dafür reinigt man das Auto vorher von innen und außen. Unter Umständen lohnt sich auch eine professionelle Fahrzeugaufbereitung, die sich dann auch noch bei der Besichtigung durch Inserenten auszahlen kann.

Geparkt wird das Auto für den Fototermin vor einem möglichst neutralen Hintergrund. Bilder von allen Seiten sowie von Innen sind Standard. Sonderausstattungen, aber auch Mängel fotografiert man am besten separat. Um einem Versicherungsbetrug vorzubeugen, sollten Verkäufer das Nummernschild auf den Aufnahmen unkenntlich machen, das geht schon mit einem einfachen Fotoprogramm wie Microsoft Paint.

Kontaktaufnahme

Wer im Inserat eine Telefonnummer angibt, erhält in der Regel mehr Nachfragen. Man muss aber unter Umständen mit nervigen Anrufen rechnen. Man kann aber auch nur eine Mail-Adresse angeben. Sie wird üblicherweise nicht veröffentlicht, sondern der Interessent kann den Verkäufer über ein Kontakt-Formular ansprechen. Deshalb sollte man sein Postfach regelmäßig auf neue Anfragen überprüfen und zügig reagieren.

Besichtigung

Kommt es zu einer Besichtigung, hält man am besten das Serviceheft sowie Rechnungen für Inspektionen oder Ölwechsel parat. Auch die Zulassungsbescheinigungen Teil 1 und 2 muss man vorlegen können. Bei Fahrzeugen, die vor 2005 zugelassen wurden, heißen die Dokumente entsprechend Fahrzeugschein und -brief. Wer unsicher im Umgang mit Kaufinserenten ist, bittet einen Freund um Unterstützung.

Probefahrt

Der Kaufinserent sollte sich natürlich ausweisen können und einen gültigen Führerschein besitzen. Ist das Fahrzeug zugelassen und versichert, steht einer Probefahrt nichts im Wege. Man kann im Vorfeld auch eine Mustervereinbarung ausdrucken, wie sie die Automobilclubs bereitstellen, und mögliche Schäden während einer Ausfahrt regeln. Im Idealfall begleitet der Verkäufer den Kaufwilligen. So kann man Diebstahlversuchen entgegenwirken.

Kaufvertrag

Ist man mit einig geworden, hilft es, einen Standardvertrag zu nutzen, wie ihn die Automobilclubs oder Versicherungen zur Verfügung stellen. Hier werden neben den genauen Daten zu Käufer und Verkäufer auch der exakte Zustand des Fahrzeugs beschrieben und festgehalten sowie die Bezahlung geregelt. Diese detaillierten Aussagen helfen, falls es nach dem Verkauf zu Unstimmigkeiten oder sogar Streitigkeiten kommen sollte. (SP-X)